ANFÄNGER ist eine der besten Komödien Mabel Normands und zugleich ihr letzter Filmauftritt. In dieser Produktion des Genre-Meisters Hal Roach glänzt sie als Taschendiebin, die sich mit einem Komplizen zusammentut, um eine Party auszurauben. In einer Nebenrolle ist Oliver Hardy zu sehen. Für Normand, die in den 1910er und 1920er Jahren weit über hundert Filme als Slapstick-Pionierin drehte – auch als Regisseurin – war der Film ein spätes Glanzlicht: Trotz Skandalen und gesundheitlichen Problemen zeigte sie hier ein letztes Mal ihr großes komödiantisches Talent, bevor sie 1930 mit nur 36 Jahren starb.
Mabel Normand, der weibliche Harold Lloyd, kehrt in einer Hal Roach-Komödie zur Leinwand zurück. Der Abgang des lustigsten Stars der amerikanischen Leinwand erfolgte unfreiwillig, als sich an ein Trinkgelage mit Revolverschießerei, dem die Normand beiwohnte, einer jener amerikanisch-puritanischen Skandale anschloß, in deren Verlauf die Schauspielerin von den Frauenvereinen geächtet wurde. Der Zorn dieser Kreise hat sich, wie es scheint, jetzt gelegt, und Normands Stern wird in diesem Winter von neuem aufgehen.
Der Kinematograph, Nr. 1021, 12.9.1926
SHOULD MEN WALK HOME? ist eine amüsante Farce über eine Gaunerin, die einen anderen Gauner überfällt, nachdem sie ihn um eine Mitfahrgelegenheit gebeten hat. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach unbezahlbaren Juwelen, doch das kriminelle Leben erweist sich als zu mühsam und sorgenvoll, sodass sie beschließen, auf den rechten Weg zurückzukehren.
Für ein Familienpublikum, einschließlich der Kinder.
National Board of Review Magazine, Februar 1927. Übersetzung aus dem Englischen
SHOULD MEN WALK HOME? is arguably Mabel Normand’s best surviving film. Although the best known female name of silent comedy, Mabel Normand had been off the screen for three years thanks to a combination of scandal and ill health when she began working for Roach in 1926. In SHOULD MEN WALK HOME? Director Leo McCarey did away with the usual Cinderella type of plot used for the comedienne and put her in a crook comedy that made good use of her gift for small, intimate comedy moments, and surrounded her with comedy pros such as Oliver Hardy, Creighton Hale, and Eugene Pallette. McCarey showed that Normand could have continued on into screwball comedy, but due to her health she retired in 1927 and died in 1930 at age thirty-seven, making this short a fitting swansong for her career.
Steve Massa, Il Cinema Ritrovato, Bologna, 2015