Im Studio wird der Film DIE GROSSE SEHNSUCHT gedreht. Als sich die Hauptdarstellerin mit dem Regisseur zerstreitet, bekommt die junge Komparsin Eva die Chance, ihre erste Hauptrolle zu spielen. Ihr rasanter Aufstieg zum Filmstar geht jedoch auf Kosten ihres persönlichen Glücks. Wo wird Eva ihr Happyend finden? Über 30 Filmstars der damaligen Zeit treten in dieser selbstreflexiven Komödie über das Filmemachen und die Licht- und Schattenseiten des Erfolgs auf. Der frühe Tonfilm wird in einer stummen Fassung gezeigt, die damals für jene Kinos hergestellt wurde, die noch nicht auf die Tontechnik umgerüstet waren.
Das fiebernde Milieu eines Riesenfilmateliers. Die seltsame Welt der optischen und elektronischen Aufnahmeapparate. Das Durcheinander von maskierten Darstellern und technischen Arbeitern in Hemdsärmeln. Das behende Volk der Komparsen. Der Schein und der Schweiß. Die Mittagspause in der Kantine. Der Atelierjargon. Das Ringen der Regisseure um Nuancen. Und in diese Welt hineingewoben die kleine Geschichte von der Entdeckung eines Stars und dem Zerbrechen einer Liebe an dem Entweder-Oder der großen Leistung. Entweder die Arbeit, die Kunst – oder ein glückliches Privatleben.
Es ist ein Film auf den „unbekannten“ Filmschauspieler – gedreht mit einem Ensemble von 38 der bekanntesten Filmgrößen. Das scheint paradox – aber dies Paradox hat Logik. Die Öffentlichkeit kennt die Prominenten als – Rollen. Und sie lernt sie erst kennen, wenn sie bereits einen Gipfel ihres Weges erklommen haben. Sie weiß nichts von den Demütigungen, die am Wege der namhaften Darsteller lagen.
Es ist ein würdiger Film, den die Prominenten auf sich selber gedreht haben. Dazu technisch ansprechend.
Sisibus [= Hugo Sieker], Hamburger Echo, 30.8.1930
Die große Parade deutscher Stars. Alles, was in Berlin war und Zeit hatte, ist dabei. Von A bis V (Amann bis Verebes). Suche Deinen Liebling, und Du wirst ihn finden.
Hans H. Zerlett, der Autor, hat mit wirklichem Geschick für alle diese „Edel“komparsen ein Plätzchen in dem Film geschaffen. Jeder hat ein charmantes Röllchen gekriegt, keiner steht nur daneben, was die Gefahr einer solchen Idee ist. Auch die zweite Gefahr, daß der Film durch die vielen Einschübe heillos zersplittert wird, ist umgangen worden.
Phototechnisch ist der Film hervorragend. Mutz Greenbaum kriegt nicht nur das Kunststück fertig, jedem Star seine richtige Beleuchtung zu geben, sondern gefällt auch durch originelle Einstellungen.
Georg Herzberg, Film-Kurier, Nr. 201, 26.8.1930
Despite that credit sheet and list of 33 German stars, it’s not one of those parade of personalities things. It is a musical comedy film, with a plot as good and rounded as any other German musical comedy, plus the two added touches of having everything laid behind the scenes in a film studio and having all the names. Add to that good direction and sound, a couple of neat tunes, some very funny comedy and some good acting. No art to this effort. No pretense of it. Just good old hoke, carefully handled and aimed at the pocket.
It’s the same kind of a backstage story Germans have always liked in musical films, except that the studio background replaces a theatre stage, bringing more color and life. Back and forth wander the various stars, naturally introduced as though fitting into the thing plus a party for the girl at which more stars are introduced to her (as well as the audience).
A very funny scene is at this party when a couple of stars do an imitation of Marlene Dietrich and Emil Jannings in THE BLUE ANGEL. It’s comic, and at least gets those two (about the only German stars missing) by names into the picture.
Variety, 13 October 1931